FAQs zur Baufinanzierung
Zu jeder Frage des FAQ-Bereiches könnte man Seitenlange Texte schreiben, um jede Eventualität zu beleuchten und zu erläutern. Im Folgenden wollen wir uns auf Grundsätzliches fokussieren, um euch nicht mit Informationen zu überfrachten. Sehr gerne beantworten wir eure Fragen zu eurer persönlichen Situation und dem Vorhaben in einem persönlichen Gespräch. Über den Kontaktbereich könnt ihr den Link zur Antragserfassung anfordern.
Die Beratung und Vermittlung einer Immobilienfinanzierung oder Baufinanzierung ist für Sie in der Regel kostenfrei.Für eine erfolgreiche Vermittlung erhalten wir unsere Provision ausschließlich vom jeweiligen Produktanbieter bzw. Finanzierungspartner (Bank). Für Sie als Kunde entstehen daher keine Kosten für Beratung und Kreditvermittlung.
In einigen Fällen können zusätzliche Leistungen anfallen, zum Beispiel:
- Wohnflächenberechnungen
Erstellung von Grundrissen
Einholung von Unterlagen beim Bauamt
Beschaffung fehlender Objektunterlagen
Solche Leistungen werden immer vorab transparent mit Ihnen abgestimmt und separat vereinbart.
Bei Finanzierungen mit gewerblichem Hintergrund oder bei Gewerbeimmobilien können individuelle Vereinbarungen gelten. Auch dies wird selbstverständlich vorab klar kommuniziert.
Für eine Immobilienfinanzierung oder Baufinanzierung benötigen Banken grundsätzlich zwei Arten von Unterlagen:
1. Unterlagen zur Immobilie (Objektunterlagen)
Diese dienen der Bank zur Bewertung der Immobilie.
Typische Unterlagen sind zum Beispiel:
Exposé der Immobilie
Grundbuchauszug
Flurkarte / Lageplan
Wohnflächenberechnung
Grundrisse
Energieausweis
Kaufvertragsentwurf (falls bereits vorhanden)
2. Unterlagen zu Ihren Einkommensverhältnissen
Damit die Bank Ihre Kreditwürdigkeit prüfen kann, werden Unterlagen zu Einkommen und Vermögen benötigt, zum Beispiel:
- Gehaltsabrechnungen
Steuerbescheide oder Steuererklärungen
Kontoauszüge
Nachweise über Eigenkapital
bestehende Darlehen oder Verpflichtungen
Die tatsächlich benötigten Unterlagen können je nach Objekt, Finanzierung und Einkommensart (Angestellte, Selbstständige oder Beamte) unterschiedlich umfangreich sein.
Wenn Sie Ihr Finanzierungsvorhaben online erfassen und wir ein erstes Gespräch führen, erhalten Sie anschließend eine individuelle Checkliste mit allen benötigten Unterlagen für Ihre Immobilienfinanzierung.
Die Dauer der Kreditentscheidung bei einer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung kann je nach Bank unterschiedlich sein. In der Regel liegt die Bearbeitungszeit zwischen 24 Stunden und etwa 7 Werktagen.
Voraussetzung für eine schnelle Entscheidung ist, dass alle erforderlichen Unterlagen zur Immobilie und zu Ihren Einkommensverhältnissen vollständig vorliegen. Sobald alle Dokumente eingereicht wurden, kann die Bank die Bonitätsprüfung und Objektbewertung durchführen.
In vielen Fällen erhalten Sie zunächst eine vorläufige Finanzierungszusage, bevor anschließend die endgültige Kreditgenehmigung erfolgt.
Durch eine gute Vorbereitung und eine vollständige Unterlagenprüfung im Vorfeld lässt sich der Genehmigungsprozess häufig deutlich beschleunigen.
Die Auszahlung erfolgt in der Regel erst, wenn die Bank bestätigt hat, dass alle Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt und die Sicherheiten ordnungsgemäß bestellt sind.
Typische Voraussetzungen für die Auszahlung sind zum Beispiel:
unterschriebener notarieller Kaufvertrag
Eintragung einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch
Bestellung und Vorliegen der vereinbarten Sicherheiten (z. B. Grundschuld)
Vorlage aller benötigten Objekt- und Finanzierungsunterlagen
Erfüllung der Auszahlungsvoraussetzungen der finanzierenden Bank
Wenn alle Unterlagen schnell vorliegen und die Abläufe reibungslos funktionieren, kann die Auszahlung der Kreditmittel bereits nach etwa 4 Wochen erfolgen.
In der Praxis sollte jedoch meist mit einer Bearbeitungszeit von etwa 6 bis 8 Wochen gerechnet werden, bis das Darlehen vollständig ausgezahlt werden kann.
Auf dem aktuellen Immobilienmarkt verlangen Verkäufer oder Makler häufig bereits vor einer Besichtigung oder spätestens vor einer Kaufzusage eine Finanzierungsbestätigung. Damit wird nachgewiesen, dass grundsätzlich eine Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung möglich ist.
Grundsätzlich kann man zwischen zwei Arten unterscheiden:
Bedingte Finanzierungszusage
Die bedingte Finanzierungszusage bestätigt, dass – unter Vorbehalt der endgültigen Prüfung – eine Finanzierung in der entsprechenden Größenordnung grundsätzlich möglich wäre.
Zu diesem Zeitpunkt liegen häufig noch nicht alle Unterlagen zur Immobilie oder zu den Einkommensverhältnissen vollständig vor. Daher handelt es sich noch nicht um eine endgültige Kreditentscheidung der Bank.
Eine solche Bestätigung wird häufig genutzt, um bei einer Immobilienbesichtigung oder Kaufverhandlung nachweisen zu können, dass die Finanzierung grundsätzlich darstellbar ist, ohne direkt einen vollständigen Kreditantrag zu stellen.
Unbedingte Finanzierungszusage
Wenn die Kaufentscheidung gefallen ist, muss es häufig schnell gehen. Liegen alle erforderlichen Unterlagen zur Immobilie und zu den Einkommensverhältnissen vor und wurde der Kreditantrag von der Bank vollständig geprüft und genehmigt, erfolgt die endgültige Finanzierungszusage.
In diesem Fall stellt die Bank in der Regel folgende Unterlagen aus:
die Kreditverträge
die Grundschuldbestellungsurkunde
ein Bestätigungsschreiben über die Finanzierung
Mit dieser endgültigen Finanzierungszusage kann der Immobilienkaufvertrag beim Notar abgeschlossen werden.
Bei einer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung setzt sich die monatliche Kreditrate in der Regel aus zwei Bestandteilen zusammen: Zinsen und Tilgung.
Der Zinssatz beschreibt die Kosten, die Sie der Bank für die Bereitstellung des Darlehens zahlen.
Der Tilgungssatz hingegen bestimmt, welcher Anteil der monatlichen Rate zur Rückzahlung des Darlehens verwendet wird.
Wie setzt sich die monatliche Rate zusammen?
Bei einem klassischen Annuitätendarlehen besteht die monatliche Rate aus:
Zinsanteil – Kosten für das geliehene Kapital
Tilgungsanteil – Rückzahlung des Darlehens
Beide Anteile werden jeweils auf den aktuellen Restkreditbetrag berechnet.
Im Verlauf der Finanzierung verändert sich die Zusammensetzung der Rate:
Der Zinsanteil wird mit der Zeit kleiner, da die Restschuld sinkt.
Der Tilgungsanteil steigt entsprechend an.
Die monatliche Rate bleibt dabei in der Regel über die gesamte Zinsbindungsdauer gleich.
Einfluss des Tilgungssatzes auf die Finanzierung
Je höher der Tilgungssatz, desto:
höher ist die monatliche Rate
schneller wird der Kredit zurückgezahlt
geringer sind die gesamten Zinskosten über die Laufzeit
Durch den sogenannten Zinseszinseffekt kann ein höherer Tilgungssatz langfristig zu einer deutlich schnelleren Entschuldung führen. Daher lohnt sich häufig ein Vergleich verschiedener Tilgungsvarianten.
Einige Banken bieten zusätzlich einen sogenannten Tilgungskorridor an. Damit können Sie den Tilgungssatz während der Zinsbindungsfrist Ihrer Baufinanzierung flexibel anpassen und bleiben finanziell flexibel.
Die aktuellen Zinsen für Baufinanzierungen bzw. Immobilienfinanzierungen liegen derzeit – je nach Bank, Bonität und Eigenkapital – meist im Bereich von etwa 3,5 % bis 4,1 % pro Jahr.
Bei einer klassischen Zinsbindung von 10 Jahren bewegen sich viele Finanzierungsangebote aktuell im Bereich von rund 3,6 % bis 3,8 %, während längere Zinsbindungen in der Regel etwas darüber liegen.
Die tatsächlich angebotenen Konditionen hängen jedoch immer von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel:
Höhe des Eigenkapitals
Beleihungsauslauf der Immobilie
Einkommen und Bonität der Kreditnehmer
Art und Lage der Immobilie
gewünschte Zinsbindung (z. B. 10, 15 oder 20 Jahre)
Je mehr Eigenkapital eingebracht wird und je geringer das Risiko für die Bank ist, desto bessere Zinskonditionen können in der Regel angeboten werden.
Da sich Bauzinsen regelmäßig verändern und von vielen individuellen Faktoren abhängen, empfiehlt sich ein aktueller Finanzierungsvergleich.
Auf unserer Website können Sie Ihre Baufinanzierung direkt online berechnen und sich einen ersten Überblick über mögliche Zinsen, Monatsrate und Finanzierungssumme verschaffen.
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Der Beleihungswert ist der Wert einer Immobilie, den eine Bank bei einer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung als langfristig und nachhaltig erzielbar einschätzt. Er dient der Bank als Grundlage zur Bewertung der Sicherheit für das Immobiliendarlehen.
Der Beleihungswert liegt in der Regel unter dem tatsächlichen Kaufpreis oder Marktwert der Immobilie, da Banken mögliche Wertschwankungen berücksichtigen und konservativ kalkulieren.
Warum ist der Beleihungswert wichtig?
Der Beleihungswert spielt eine zentrale Rolle bei der Entscheidung über die Konditionen einer Baufinanzierung. Er bestimmt unter anderem den sogenannten Beleihungsauslauf – also das Verhältnis zwischen Darlehenshöhe und Immobilienwert.
Beispiel:
Kostet eine Immobilie 400.000 € und der Beleihungswert wird von der Bank mit 360.000 € angesetzt, dann berechnet sich die Finanzierung auf Basis dieses Beleihungswerts.
Je niedriger der Beleihungsauslauf ist (z. B. durch mehr Eigenkapital), desto günstiger sind in der Regel die Zinsen für die Baufinanzierung.
Beleihungswert und Finanzierungskonditionen
Der Beleihungswert beeinflusst daher direkt:
die maximale Darlehenshöhe
die Zinskonditionen der Baufinanzierung
die erforderlichen Sicherheiten für die Bank
Eine realistische Einschätzung des Beleihungswertes ist daher ein wichtiger Bestandteil jeder Immobilienfinanzierung.
Der Beleihungsauslauf beschreibt bei einer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung das Verhältnis zwischen der Höhe des Darlehens und dem von der Bank festgelegten Beleihungswert der Immobilie. Er wird in Prozent angegeben und ist ein wichtiger Faktor für die Zinskonditionen einer Baufinanzierung.
Beispiel für den Beleihungsauslauf
Angenommen, der Beleihungswert einer Immobilie beträgt 400.000 € und das benötigte Darlehen liegt bei 320.000 €.
Der Beleihungsauslauf beträgt in diesem Fall 80 %.
Die Berechnung erfolgt nach folgendem Prinzip:
Darlehenssumme ÷ Beleihungswert × 100
Warum ist der Beleihungsauslauf wichtig?
Der Beleihungsauslauf zeigt der Bank, wie hoch das Finanzierungsrisiko ist. Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto geringer ist das Risiko für die Bank – und desto günstiger sind in der Regel die Zinsen für die Baufinanzierung.
Typische Stufen bei Baufinanzierungen sind zum Beispiel:
bis 60 % Beleihungsauslauf → sehr günstige Zinsen
bis 80 % Beleihungsauslauf → gute Standardkonditionen
bis 90–100 % Beleihungsauslauf → höhere Zinsen
über 100 % Finanzierung → deutlich strengere Prüfung
Ein höheres Eigenkapital senkt den Beleihungsauslauf und kann dadurch zu deutlich besseren Finanzierungskonditionen führen.
Wenn Sie wissen möchten, welcher Beleihungsauslauf bei Ihrer Immobilienfinanzierung möglich ist, können Sie auf unserer Website Ihre Baufinanzierung direkt online berechnen.
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Der Bereitstellungszins ist ein Zins, den Banken bei einer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung berechnen, wenn ein zugesagtes Darlehen noch nicht vollständig ausgezahlt wurde.
Nachdem der Kreditvertrag unterschrieben wurde, stellt die Bank die Darlehenssumme bereit. Wird das Geld jedoch nicht sofort oder nur teilweise abgerufen, kann die Bank für den noch nicht ausgezahlten Betrag sogenannte Bereitstellungszinsen berechnen.
Wann fallen Bereitstellungszinsen an?
In vielen Finanzierungsverträgen ist zunächst eine bereitstellungszinsfreie Zeit vereinbart. Diese beträgt je nach Bank häufig 3 bis 12 Monate.
Erst nach Ablauf dieser Frist werden Bereitstellungszinsen fällig, wenn das Darlehen weiterhin nicht vollständig ausgezahlt wurde. Das ist häufig der Fall bei:
Neubauten oder Bauprojekten
verzögerten Kaufabwicklungen
längeren Bauphasen mit mehreren Auszahlungen
Wie hoch sind Bereitstellungszinsen?
Bereitstellungszinsen liegen häufig bei etwa 0,25 % pro Monat auf den noch nicht ausgezahlten Darlehensbetrag. Das entspricht 3 % pro Jahr.
Warum sind Bereitstellungszinsen wichtig?
Bei einer Baufinanzierung sollten Bereitstellungszinsen unbedingt berücksichtigt werden, da sie zusätzliche Kosten verursachen können, wenn sich der Bau oder die Auszahlung verzögert.
Viele Banken bieten daher unterschiedliche Modelle an, zum Beispiel:
längere bereitstellungszinsfreie Zeiträume
individuelle Vereinbarungen bei Neubaufinanzierungen
Eine gute Planung der Auszahlung kann helfen, unnötige Bereitstellungszinsen zu vermeiden.
Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit einer Person und zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein aufgenommenes Darlehen zuverlässig zurückgezahlt wird. Bei einer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung prüfen Banken die Bonität sehr genau, bevor sie eine Kreditzusage erteilen.
Welche Faktoren beeinflussen die Bonität?
Für die Beurteilung der Bonität berücksichtigen Banken verschiedene Aspekte, zum Beispiel:
Höhe und Stabilität des Einkommens
bestehende Kredite oder finanzielle Verpflichtungen
vorhandenes Eigenkapital
berufliche Situation (z. B. Angestellter, Beamter oder Selbstständiger)
Schufa-Auskunft und bisheriges Zahlungsverhalten
Diese Informationen helfen der Bank einzuschätzen, ob die monatliche Kreditrate einer Baufinanzierung dauerhaft tragbar ist.
Warum ist die Bonität wichtig für die Baufinanzierung?
Eine gute Bonität kann sich positiv auf die Zinskonditionen einer Immobilienfinanzierung auswirken. Je geringer das Risiko für die Bank eingeschätzt wird, desto günstiger sind in der Regel die angebotenen Zinsen.
Umgekehrt kann eine schwächere Bonität dazu führen, dass Banken höhere Zinsen verlangen oder zusätzliche Sicherheiten erforderlich sind.
Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre persönliche Finanzierungssituation aussieht, können Sie auf unserer Website Ihre Baufinanzierung direkt online berechnen und sich einen ersten Überblick über mögliche Konditionen verschaffen.
Was ist ein Forward-Darlehen?
Ein Forward-Darlehen ist eine besondere Form der Anschlussfinanzierung bei einer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung. Es ermöglicht Ihnen, sich die aktuellen Zinsen für ein zukünftiges Darlehen bereits mehrere Monate oder sogar Jahre im Voraus zu sichern.
Das Forward-Darlehen wird häufig genutzt, wenn die Zinsbindung eines bestehenden Immobiliendarlehens in den nächsten Jahren ausläuft und eine neue Finanzierung geplant werden muss.
Wie funktioniert ein Forward-Darlehen?
Bei einem Forward-Darlehen wird der neue Kreditvertrag bereits heute abgeschlossen, obwohl die Auszahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt – zum Beispiel in 12, 24 oder sogar bis zu 60 Monaten.
Der Vorteil dabei: Sie sichern sich schon jetzt das aktuelle Zinsniveau für Ihre Anschlussfinanzierung.
Wann lohnt sich ein Forward-Darlehen?
Ein Forward-Darlehen kann besonders sinnvoll sein, wenn:
die Zinsbindung Ihrer Baufinanzierung bald endet
mit steigenden Bauzinsen gerechnet wird
Sie frühzeitig Planungssicherheit für Ihre Anschlussfinanzierung haben möchten
Für die lange Zinssicherung berechnen Banken meist einen Forward-Aufschlag, also einen kleinen Zinsaufschlag für die Zeit bis zur Auszahlung des Darlehens.
Wenn Sie sich ausführlicher über Forward-Darlehen und Anschlussfinanzierungen informieren möchten, finden Sie in unserem Blog einen detaillierten Beitrag zu diesem Thema.
👉 Hier geht es zum ausführlichen Blogartikel über Forward-Darlehen:
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Ein Festdarlehen ist eine besondere Form der Immobilienfinanzierung, bei der während der gesamten Laufzeit keine laufende Tilgung des Darlehens erfolgt. Stattdessen zahlt der Kreditnehmer in der Regel nur die Zinsen auf die Darlehenssumme.
Die eigentliche Rückzahlung des Darlehens erfolgt erst am Ende der Laufzeit in einer Summe.
Wie funktioniert ein Festdarlehen?
Bei einem Festdarlehen bleibt die Darlehenssumme während der gesamten Laufzeit unverändert, da keine regelmäßige Tilgung stattfindet. Parallel wird meist ein Spar- oder Anlageprodukt bespart, mit dem das Darlehen am Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt wird.
Typische Kombinationen sind zum Beispiel:
Bausparvertrag
Lebensversicherung
Investment- oder Fondsanlage
Am Ende der Laufzeit wird das angesparte Kapital verwendet, um das Immobiliendarlehen vollständig zu tilgen.
Wann wird ein Festdarlehen eingesetzt?
Ein Festdarlehen wird häufig genutzt bei:
bestimmten steuerlichen Gestaltungen, z. B. bei vermieteten Immobilien
Kombinationen mit einem Bausparvertrag
Finanzierungen für Kapitalanleger
Unterschied zum Annuitätendarlehen
Im Gegensatz zum klassischen Annuitätendarlehen, bei dem die monatliche Rate aus Zinsen und Tilgung besteht, zahlen Kreditnehmer beim Festdarlehen während der Laufzeit meist nur Zinsen. Die Tilgung erfolgt erst am Ende der vereinbarten Laufzeit.
Welche Finanzierungsform für Ihre Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung sinnvoll ist, hängt immer von Ihrer persönlichen Situation und Ihren Zielen ab.
Wenn Sie wissen möchten, welche Finanzierungsstruktur zu Ihrem Vorhaben passt, können Sie auf unserer Website Ihre Baufinanzierung direkt online berechnen und sich einen ersten Überblick über mögliche Konditionen verschaffen.
Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, in dem alle wichtigen Informationen zu einer Immobilie oder einem Grundstück offiziell dokumentiert werden. Es wird beim zuständigen Grundbuchamt geführt, das in der Regel beim Amtsgericht angesiedelt ist.
Im Grundbuch wird festgehalten, wem eine Immobilie gehört und welche Rechte oder Belastungen damit verbunden sind. Bei einer Immobilienfinanzierung oder Baufinanzierung spielt das Grundbuch eine zentrale Rolle, da Banken dort ihre Sicherheiten in Form einer Grundschuld eintragen lassen.
Welche Informationen stehen im Grundbuch?
Das Grundbuch ist in mehrere Abschnitte unterteilt und enthält unter anderem folgende Angaben:
Eigentümer der Immobilie
Beschreibung des Grundstücks oder der Immobilie
mögliche Wegerechte oder Nutzungsrechte
Grundschulden oder Hypotheken, die als Sicherheit für eine Finanzierung eingetragen sind
Warum ist das Grundbuch bei einer Baufinanzierung wichtig?
Wenn eine Baufinanzierung oder ein Immobiliendarlehen aufgenommen wird, verlangt die Bank in der Regel eine Grundschuld als Sicherheit. Diese wird im Grundbuch eingetragen und dient der Bank als Absicherung für das Darlehen.
Erst wenn diese Sicherheit bestellt und im Grundbuch vermerkt ist, kann die Bank in der Regel das Immobiliendarlehen auszahlen.
Wer darf das Grundbuch einsehen?
Das Grundbuch ist zwar ein öffentliches Register, kann jedoch nicht von jedem frei eingesehen werden. Zugriff erhalten nur Personen mit einem berechtigten Interesse, zum Beispiel:
Eigentümer der Immobilie
Käufer einer Immobilie
Banken oder Notare im Rahmen einer Finanzierung
Wenn Sie eine Immobilie kaufen oder finanzieren, spielt das Grundbuch daher eine wichtige Rolle im gesamten Prozess der Immobilienfinanzierung.
Eine Grunddienstbarkeit ist ein im Grundbuch eingetragenes Recht, das einem anderen Grundstück bestimmte Nutzungsrechte an einer Immobilie oder einem Grundstück einräumt. Sie gehört zu den sogenannten dinglichen Rechten und ist dauerhaft mit dem jeweiligen Grundstück verbunden.
Das bedeutet: Die Grunddienstbarkeit bleibt auch bestehen, wenn das Grundstück verkauft wird oder der Eigentümer wechselt.
Typische Beispiele für eine Grunddienstbarkeit
Eine Grunddienstbarkeit wird häufig eingerichtet, wenn ein Grundstück bestimmte Rechte an einem Nachbargrundstück benötigt. Typische Beispiele sind:
Wegerecht (z. B. Zufahrt über ein Nachbargrundstück)
Leitungsrecht für Strom-, Wasser- oder Abwasserleitungen
Überfahrtsrecht
Duldung von Versorgungsleitungen
Diese Rechte werden im Grundbuch des belasteten Grundstücks eingetragen.
Warum ist eine Grunddienstbarkeit wichtig beim Immobilienkauf?
Beim Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks sollten bestehende Grunddienstbarkeiten immer geprüft werden. Sie können die Nutzungsmöglichkeiten eines Grundstücks beeinflussen, da bestimmte Rechte dauerhaft zugunsten eines anderen Grundstücks bestehen.
Im Rahmen einer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung prüfen Banken ebenfalls das Grundbuch und berücksichtigen vorhandene Grunddienstbarkeiten bei der Bewertung der Immobilie.
Wo ist eine Grunddienstbarkeit eingetragen?
Eine Grunddienstbarkeit wird in Abteilung II des Grundbuchs eingetragen. Dort sind alle Lasten und Beschränkungen eines Grundstücks dokumentiert.
Wenn Sie eine Immobilie kaufen oder finanzieren möchten, ist daher ein Blick ins Grundbuch ein wichtiger Schritt, um mögliche Rechte oder Belastungen frühzeitig zu erkennen.
Beim Kauf einer Immobilie fallen neben dem eigentlichen Kaufpreis zusätzliche Nebenkosten beim Immobilienkauf an. Diese Kosten sollten bei der Planung einer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung unbedingt berücksichtigt werden.
Insgesamt liegen die Kaufnebenkosten in Deutschland meist bei etwa 10 % bis 15 % des Kaufpreises, je nach Bundesland und Maklerprovision.
Typische Nebenkosten beim Immobilienkauf
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer wird beim Kauf einer Immobilie fällig und beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises.
In Bremen liegt die Grunderwerbsteuer aktuell bei 5 %.
Notar- und Grundbuchkosten
Für die Beurkundung des Kaufvertrags sowie die Eintragungen im Grundbuch fallen Kosten für Notar und Grundbuchamt an. Diese liegen in der Regel bei etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises.
Maklerprovision
Wenn ein Immobilienmakler beteiligt ist, fällt zusätzlich eine Maklerprovision an. Diese wird seit der gesetzlichen Neuregelung meist zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Für Käufer liegt der Anteil häufig bei etwa 3 % bis 3,57 % des Kaufpreises.
Beispielrechnung
Bei einem Immobilienkaufpreis von 400.000 € können sich die Nebenkosten beispielsweise wie folgt zusammensetzen:
Grunderwerbsteuer (5 %): 20.000 €
Notar und Grundbuch (ca. 1,5 %): 6.000 €
Maklerprovision (3,57 %): 14.280 €
Gesamte Nebenkosten: ca. 40.000 €
Warum sind Nebenkosten bei der Baufinanzierung wichtig?
Die Nebenkosten müssen beim Immobilienkauf in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden, da Banken diese Kosten meist nicht vollständig mitfinanzieren.
Wenn Sie wissen möchten, wie hoch Ihre monatliche Rate bei einer Baufinanzierung ausfallen könnte, können Sie auf unserer Website Ihre Finanzierung direkt online berechnen.
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Der Grundschuldzins wirkt auf den ersten Blick oft sehr hoch, da er häufig bei 10 % bis 15 % pro Jahr liegt. Dieser Zinssatz hat jedoch nichts mit dem tatsächlichen Zinssatz Ihrer Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung zu tun.
Der Grundschuldzins ist lediglich ein Sicherheitszins, der im Rahmen der Grundschuldbestellung im Grundbuch eingetragen wird. Er dient dazu, der Bank im Ernstfall einen größeren Spielraum bei der Durchsetzung ihrer Forderungen zu geben.
Unterschied zwischen Darlehenszins und Grundschuldzins
Bei einer Baufinanzierung gibt es zwei unterschiedliche Zinssätze:
Darlehenszins (Sollzins)
Der Darlehenszins ist der tatsächliche Zinssatz, den Sie für Ihr Immobiliendarlehen zahlen. Dieser liegt aktuell meist deutlich niedriger.
Grundschuldzins
Der Grundschuldzins wird zusammen mit der Grundschuld im Grundbuch eingetragen und dient ausschließlich der Absicherung der Bank. Er wird im normalen Verlauf der Finanzierung nicht berechnet oder bezahlt.
Warum wird ein so hoher Grundschuldzins eingetragen?
Der relativ hohe Zinssatz soll sicherstellen, dass im Falle einer Zwangsverwertung der Immobilie auch zusätzliche Kosten abgesichert sind, zum Beispiel:
aufgelaufene Zinsen
mögliche Verzugszinsen
Kosten für das Verfahren
weitere Forderungen der Bank
Für Kreditnehmer bedeutet das jedoch nicht, dass sie diesen Zinssatz tatsächlich zahlen müssen.
Fazit
Der Grundschuldzins ist eine rein rechtliche Absicherung der Bank und hat keinen Einfluss auf die tatsächlichen Kosten Ihrer Baufinanzierung.
Die KfW Bankengruppe ist eine staatliche Förderbank, die Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen bei Investitionen unterstützt. Im Bereich der Baufinanzierung und Immobilienfinanzierung stellt die KfW zinsgünstige Förderkredite und Zuschüsse zur Verfügung, insbesondere für energieeffizientes Bauen, Sanieren oder den Kauf von Wohneigentum.
Die Programme der KfW sollen dabei helfen, Wohneigentum zu schaffen, Energie zu sparen und den Wohnungsbau zu fördern.
Welche Förderungen bietet die KfW bei Immobilien?
Die KfW unterstützt verschiedene Vorhaben rund um Immobilien, zum Beispiel:
Neubau eines energieeffizienten Hauses
Kauf einer neu gebauten Immobilie
Energetische Sanierung einer Bestandsimmobilie
Modernisierung und energieeffiziente Maßnahmen
Je nach Programm können Kreditnehmer von zinsgünstigen Darlehen, Tilgungszuschüssen oder Zuschüssen profitieren.
Wie erhält man eine KfW-Förderung?
Die KfW vergibt ihre Förderdarlehen nicht direkt an Privatkunden, sondern über Banken und Finanzierungspartner. Das bedeutet: Die Förderung wird im Rahmen einer Baufinanzierung bei einer Bank oder über einen Finanzierungsvermittler beantragt.
Wichtig ist dabei, dass der Antrag vor Beginn des Vorhabens gestellt wird, also beispielsweise vor Abschluss des Kaufvertrags oder vor Beginn der Bauarbeiten.
Warum ist die KfW-Förderung interessant?
Die Programme der KfW können eine Baufinanzierung deutlich günstiger machen, da sie häufig:
niedrigere Zinssätze bieten
teilweise Tilgungszuschüsse enthalten
langfristige Zinsbindungen ermöglichen
Gerade bei energieeffizienten Neubauten oder Sanierungen kann eine KfW-Förderung ein wichtiger Bestandteil der gesamten Immobilienfinanzierung sein.
Wenn Sie wissen möchten, welche Förderprogramme der KfW zu Ihrer Baufinanzierung passen, schauen Sie auf die Website der KfW Bankengruppe oder nutzen Sie unseren Förderrechner bzw. Förderfinder, um passende Programme für Ihr Vorhaben zu ermitteln.
https://www.starpool-febis.de/Ueber-Uns?action=0583f57e-5e35-4739-8805-1f06f5d7814d
Die Sollzinsbindung ist die Zeitspanne, für die im Darlehensvertrag der Sollzins fest zwischen der Bank
und dem Darlehensnehmer vereinbart ist. Nach Ablauf der Sollzinsfestschreibung kann das
Kreditinstitut gewechselt oder der Zins bzw. Zinssatz neu verhandelt werden.
Die Teilungserklärung einer Immobilie gibt Auskunft darüber welche konkreten Gebäudeteile Sonder- , Teil- oder Gemeinschaftseigentum sind. In der Regel gibt es dazu einen Aufteilungsplan. Die Teilung wird durch das Anlegen einzelner Wohnungsgrundbüchern wirksam und macht die Belastung der einzelnen Einheiten möglich.

